Stück drei• Zwischenstand das eine und das andere
Unter dem Titel das eine und das andere verfertige ich über die Jahre Zeichnung Malerei und Modell in Fläche und Raum. Oft sind es serielle Arbeiten, die den Titel reflektieren, aber auch Einzelstücke. das eine und das andere ist Vorstellung und Äusserung. Spiel mit Zeit und Ort, Nebeneinander, Unterschiedliches im Gleichen, Abfolgen, Relationen.
Die Vorstellung der Präzision wird vom Malerischen überwunden, nicht vom Ungefähren, ebenso wie Relativität absolut ist und das Gegenteil von Beliebigkeit meint. das eine und das andere sind eine oder mehrere Spuren, nicht zwei.
das eine und das andere Acryl Wasser
das eine und das andere Monat Kreide
das eine und das andere Öl Dispersion Kreide
Stück zwei • Hirnwasser 18.04.2007
Es handelt sich um eine kurze zeichnerische Aktion mit wenigen Utensilien: Tinte, Petflasche,Plastikschlauch und Rauhfasertapete. Die Schaukammer wird mit Tapetenbahnen ausgekleidet, so dass sie eine Wanne bilden. Zu Beginn begebe ich mich in den Raum, auf dem Kopf trage ich eine mit Tinte gefüllte Flasche. Die Bewegungen des Kopfes dosieren den Tintenfluss. Die Tinte kann nicht höher hinauf fliessen als mein Kopf. Es müsste eine Zeichnung geben, auf der diese Grenze ablesbar wäre. Raumzeichnung.
Nach der Aktion dürfen sich die Besucher ein Stück aus der Tapete ausschneiden und es mit nach Hause nehmen.
Vor der Aktion
Nach der Aktion
Stück eins • Dauer eines Tages 14.02.2007
Die
Dauer eines Tages wird massstäblich auf zwei Globen, welche mittels
Elektromotor angetrieben werden, übersetzt. Da die berechnete Rotation
noch zu hochtourig wäre, wird ein Jahr für die Dauer eines Tages
genommen, also die Rotation nochmal mit den Faktor 1/365 multipliziert.
Der Globus steht somit nicht im Mittelpunkt der Erde, was es ja
bedeuten würde, wenn dieser sich wie sein Vorbild pro Tag nur einmal um
seine eigene Achse dreht. Vielmehr muss bei dem Globus von einem ebenso
kürzeren Tag ausgegangen werden, wie er ein viel geringeres Ausmass
hat. Beim Stillstand des Globus handelt es sich um eine Fiktion, die
zwar die Anschauung ermöglicht, jedoch die ganze Wirklichkeit
vernachlässigt.